Burnout Guide by K-ICT




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Was ist Burnout?

Ich bin erschöpft, müde, ausgebrannt – habe ich zu viel Stress oder schon ein Burnout?

Die Bezeichnung "burnout" stammt aus dem Englischen Sprachraum, bedeutet wörtlich "ausbrennen" und geht auf den New Yorker Psychotherapeuten Herbert Freudenberger zurück, der  seinen eigenen Zustand in Worte kleidete, nachdem er lange Zeit über seine Kräfte gearbeitet hatte. An einem Punkt, an dem plötzlich gar nichts mehr gehen wollte, schrieb Freudenberger über seine Erfahrung, über sein Ausgebranntsein, und prägte auf diese Weise den Begriff.

Die "innere Flamme erloschen" und total ausgebrannt – so beschreiben Burnout Betroffene oft ihren Seelenzustand.

Viele Prominente sind betroffen – sie alle haben eines gemeinsam: Sie erlebten eine Phase der totalen Erschöpfung, mussten pausieren oder Ihren Job "an den Nagel hängen". Das Gefühl ausgebrannt zu sein haben viele Menschen in der heutigen Zeit.

Bekannte Burnout Opfer:
   
Deutschlands Skisprungstar Sven Hannawald wurde 2004 zur Therapie in eine Spezialklinik eingewiesen, im darauffolgenden Jahr gab er offiziell sein Karriereende bekannt, da er dem Druck nicht länger Stand halten könne.

Der ehemalige FC-Bayern- und Nationalmannschaftsspieler Sebastian Deisler galt als Jahrhunderttalent und zukünftiger Star des deutschen Fußballbundes. Enormer Druck von außen ließen Burnout Symptome wie Depressionen und psychische Erschöpfungszustände folgen und beendeten seine Karriere.

einer der erfolgreichsten deutschen Triathleten, Jan Frodeno, musste sich ebenfalls einer Burnout Behandlung unterziehen. 2010 war seine Karriere dann vorerst beendet und er musste wegen seines Burnouts behandelt werden. Später dann löste er erfolgreich sein Leiden mit Hilfe von Freunden und Familie und kehrte ins Profigeschäft zurück.

Die Schauspielerin Christiane Klimt musste ihre Karriere frühzeitig beenden und stieg 2008 bei der RTL-Sendung “Alles was zählt” aus. Die langen Drehtage und der Druck auf ihre Person setzten ihr immer mehr zu, sowohl Magersucht als auch Stress führten zum Entschluss, sich für eine Auszeit vom Fernsehen zu entscheiden, um nicht vollends auszubrennen.

Die Professorin für Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Münster, Miriam Meckel, jüngste Professorin Deutschlands, zog sich nach Stressüberlastung vorübergehend aus der Öffentlichkeit zurück. Als Sie das Burnout dann bezwungen hatte, schrieb sie ein Buch über die Erfahrungen, die sie während der Zeit gesammelt hatte und wie sie die Kriese bezwang, um anderen Mut zu machen.

Auch Stephen Dürr, Valerie Niehaus oder der Marienhof-Veteran Michael Jäger beendeten allesamt ihre Serienkarrieren aufgrund von Stress, Erschöpfung und letztendlich dem Verdacht auf Burnout.

Starkoch Tim Mälzer, der mit seiner Kochsendung “Schmeckt nicht gibt’s nicht” das Kochfernsehen in Deutschland belebte, musste 2006 erkennen, dass er seiner Gesundheit zuliebe dringend eine Pause einlegen sollte. Heute ist er im ARD zu sehen und steht wieder mit beiden Beinen fest im Leben.

Einer der bekanntesten Laufsteg-Trainer, Bruce Darnell, Teil von Heidi Klums “Germany’s Next Topmodel”, wurde wegen seines Showtalents zum Juror neben Dieter Bohlen bei der Suche nach dem “Supertalent” und “DSDS“ bestellt. Doch vor seiner Karriere beim Fernsehen litt auch Bruce Darnell unter einem schweren Burnout. Sich der Gefahr eines erneuten Burnouts bewusst, gab er seinen Jurorenjob wieder auf, aus Rücksicht auf seine Gesundheit.

Ebenfalls am Burnout-Syndrom litt Erfolgsautor Frank Schätzing, der mit seinem Roman “Der Schwarm” für einen Bestseller sorgte. Bei ihm prägten vor allem starke Selbstzweifel diesen Lebensabschnitt.

Anzeichen von Burnout zeigten sich 2006 bei dem SPD-Spitzenkandidat Matthias Platzeck in einem Hörsturz, der zum Rücktritt aus der Politik führte. Nach einer Erholungsphase kehrte er langsam wieder zurück in die Politik, seine Rückkehr auf Bundesebene der Politik blieb jedoch bis heute aus.

Schlagersänger Wolfgang Petry zählt zu den Musikern, die dem Burnout zum Opfer gefallen sind. Er beendete seine Karriere frühzeitig.

Der Rosenstolz-Sänger Peter Plate gab 2009 bekannt an Burnout zu leiden. Im Anschluss darauf mussten sämtliche Termine des Pop-Duos abgesagt werden.

Auch sehr junge Musiker sind betroffen. Chris Watrin, Mitglied der Boyband US5, stieg 2008 aus der Band aus und bestätigte, dass er keine Kraft mehr habe und sich leer fühle.

International ist die Liste der Stars die am Burnout Syndrom leiden, noch viel länger. Unter anderem Superstars wie Eminem, Robbie Williams und Mariah Carey mussten in ihrer Karriere Zwangspausen einlegen und neue Lebensenergie tanken.

Die Antwort auf die Frage: "Was genau ist Burnout?" spaltet die Fachwelt. Burnout beschreibt zunächst einen chronischen körperlichen und emotionalen Erschöpfungszustand. Doch „Ausgebranntsein“ gilt offiziell nicht als eigenständige Krankheit. Fachleuten zufolge wird es vermutlich auch in naher Zukunft keine eindeutige medizinische Diagnose werden, denn sie ist nicht mit umschriebenen, klar definierbaren Krankheitszeichen verbunden. Experten zufolge hat das "Ausgebranntsein" eine große Nähe zur Depression. Die Symptome überschneiden sich großenteils mit typischen Beschwerden der depressiven Erkrankung, so zum Beispiel Antriebslosigkeit, Mutlosigkeit, Müdigkeit, das Gefühl der Leere oder Sinnlosigkeit. Möglicherweise gibt es keine scharfe Trennlinie zwischen beiden Zuständen.

Burnout eine "Manager-Krankheit"?
   
Viele Menschen kämpfen gegen das Burnout. Die Betroffenen fühlen sich chronisch überlastet – oft durch zu viel Stress oder andauernde Frustrationen im Berufsalltag. Dennoch ist das Erschöpfungssyndrom nicht zwangsläufig mit den Arbeitsbedingungen verknüpft. Ursprünglich galt Burnout als eine spezifische Problematik bei den sogenannten helfenden Berufen, zum Beispiel Krankenschwestern oder Lehrer, die sich im Bemühen um das Wohl der ihnen Anvertrauten verausgaben. In jüngster Vergangenheit wurde Burnout dann eher als eine Art "Manager-Krankheit" wahrgenommen, die vor allem unter Dauerstress stehende Leistungsträger betrifft. Heute wird wurde jedoch deutlich, dass auch Rentner und Arbeitslose unter praktisch den gleichen Symptomen leiden können. Nicht nur beruflicher Stress, auch private Konflikte spielen eine Rolle, nicht zuletzt die eigene Persönlichkeit.

Burnout Ursachen

Es ist immer noch nicht geklärt, wie es genau zu Burnout kommt. Ursachen können in den Arbeitsbedingungen liegen, aber auch in der Persönlichkeit des Betroffenen. Termindruck, Hektik, Berge von Arbeit, können Wegbereiter für ein heftiges Burnout sein. "Nur wer gebrannt hat, kann auch ausbrennen". Diese Idee hält sich hartnäckig, beschreibt aber nur einen Teil der Wahrheit. Ein anderer Risikofaktor ist Stress. Burnout trifft häufig Personen, die sich sehr stark für etwas engagieren oder ein hohes Maß an Idealismus mitbringen. Viele arbeiten in sozialen, helfenden Berufen, die besonderen Einsatz verlangen. Diese sind Krankenpfleger, Rettungssanitäter, Lehrer oder Erzieher. Meist "erwischt" es die typischen "Arbeitstiere", die "Workaholics", die ohne Zögern Überstunden und die Wochenenden zu Werktagen machen – eben genau die, die für ihre Sache "brennen". Hohe Arbeitsbelastung und übermäßiger Stress stellen durchaus ein Risiko für Burnout dar.

Weiter existieren Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit noch erhöhen:

•    unklare oder wechselnde Erfolgskriterien,
•    große Verantwortung unter Zeitdruck,
•    langweilige Routinen,
•    unerfüllbare Vorgaben,
•    mangelnde Kontroll- und Einflussmöglichkeiten,
•    häufig wechselnde Arbeitszeiten oder Schichtdienst,
•    wenig Austausch mit Kollegen,
•    schlechtes Betriebsklima,
•    Angst um den Arbeitsplatz,
•    u.v.a.m. ...

Die heutige Zeit ist dominiert von Globalisierung und Wirtschaftskrisen und viele Menschen sind verunsichert in Bezug auf ihre berufliche sowie private Situation. Ein Übriges tun ständige Erreichbarkeit, Internet, Mobilfunk und Emails. Keine Zeit für Entspannung oder Ausgleich erzeugen Stress und erhöhen das Burnout Risiko. Allerdings gibt es das Burnout genauso bei Menschen, die keinen oder nur wenig erkennbaren Arbeitsstress haben. Längst nicht jeder, der im Beruf unter größtem Druck steht, endet automatisch in der totalen Erschöpfung. Viele lieben die Herausforderung sogar und fühlen sich gut dabei. Augenscheinlich spielen hier noch weitere Faktoren bei der Krankheitsentstehung eine Rolle und auch die Persönlichkeit hat ihren Anteil.

Insbesondere Menschen, die hohe Ansprüche an sich selbst haben, neigen zu Burnout. Diese wollen alle Aufgaben stets perfekt erledigen. In Kombination mit einem eher schwach ausgeprägten Selbstwertgefühl trauen sie sich selbst eher wenig zu. Mit Anfeindungen, Kränkungen, Enttäuschungen oder Frust können sie nicht gut umgehen. Es fehlen ihnen geeignete Bewältigungsstrategien. Zugleich möchten sie von allen geliebt und akzeptiert werden und zeichnen sich durch ein großes Harmoniebedürfnis aus. Sie können schlecht "nein" sagen und tun sich oft schwer damit, Kompromisse zu schließen oder Aufgaben zu delegieren.

Daraus resultiert häufig ein Widerspruch zwischen den eigenen Ansprüchen und den Möglichkeiten, die das Leben bietet. Die Betroffenen leiden unter dem Gefühl sich ohne eine entsprechende Gegenleistung stark zu verausgaben und haben oft nicht die nötige sachliche Distanz zu ihrer Arbeit. Im Gegenteil: Sie identifizieren sich sehr stark mit dem beruflichen Erfolg und Misserfolge treffen sie bis ins Mark.

Neben dem Beruf spielt das private Umfeld eine entscheidende Rolle, insbesondere, wenn die Betroffenen nur wenig oder keine Unterstützung durch Partner, Freunde und Familie erhalten.



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Burnout Quellen und Links

Quellen:

Guorui, J.: Qigong Yangsheng, Fischer, Frankfurt, 1996
Hohagen, F. & Nesseler, T.: Wenn Geist und Seele streiken, Südwest Verlag München, 2006
Hühn, S.: Die Heilung des inneren Kindes, Schirner, Darmstadt, 2008
Johnstone, M.: Mein schwarzer Hund, Kunstmann, München, 2008
Johnstone, M. & Johnstone A.: Mit dem schwarzen Hund leben, Kunstmann, München, 2009
Kabat-Zinn, J.: Im Alltag Ruhe finden, Knaur Taschenbuch, München, 2010
Kabat-Zinn, J.: Gesund durch Meditation, Barth Verlag, 1994
Klingelhöfer, J.: Klinikleitfaden Neurologie und Psychiatrie. Urban & Fischer bei Elsevier, München, 2009
Lehrhaupt, L.M.: Stille in Bewegung, Theseus Verlag, Stuttgart, 2001
Lehrhaupt, L.M. & Meibert, P.: Stress bewältigen mit Achtsamkeit, Kösel Verlag, München, 2010
Moegling, K. & Moegling, B.: Thai Chi Chuan für Einsteiger, Goldmann, München, 2000
Möller, H.J. & Laux, G. & Deister, A.: Psychiatrie und Psychotherapie, Thieme Verlag, 2009
Noll, A.: Stresskrankheiten. Vorbeugen und behandeln mit chinesischer Medizin. Urban & Fischer, München, 2006
Pauli-Pott, U.: Basiswissen Psychiatrie und Psychotherapie. Springer, Heidelberg, 2007
Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. De Gruyter, Berlin, 2008
Tolle, E.: Jetzt! Die Kraft er Gegenwart, Kamphausen, Bielefeld, 2000
Wilker, J.: Das Einmaleins der Achtsamkeit, Herder, Freiburg, 2011

Hilfreiche Links:

http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de
http://www.mbsr-verband.org
http://www.institut-fuer-achtsamkeit.de
http://www.hilfe-bei-burnout.de/austausch/selbsthilfegruppen
http://www.hilfe-bei-burnout.de/austausch/vereine-verbande
http://www.hilfe-bei-burnout.de/burnout-arzte-therapeuten
http://www.hilfe-bei-burnout.de/burnout-test-kurz
http://www.gezeitenhaus.de/html/burnout-bonn.html
 
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