Burnout Prävention im Unternehmen by K-ICT
 




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Burnout Prävention im Unternehmen: Vorbeugen ist auch Unternehmenssache

Wenn ein Mitarbeiter einen Burnout erleidet, ist es nicht allein seine Aufgabe, aktiv eine Burnout-Prävention zu betreiben, damit er keinen Rückfall erleidet, sondern auch das Unternehmen, in dem er tätig ist, steht in der Verantwortung. Betriebliche Burnout-Prophylaxe hat weniger mit altruistischen Motiven zu tun, sondern sollte vor allem als "Return on Investment" verstanden werden. Studien belegen eindeutig, dass jeder Euro, der in Gesundheitsmanagement investiert wird, zu einer sinnvollen Entlastung des gesamten Systems Unternehmen beiträgt, denn:

* krankheitsbedingte Fehlzeiten verringern sich deutlich
* die Gesundheit der Mitarbeiteer wird verbessert
* Mitarbeiter identifizieren sich stärker mit dem Unternehmen
* die Leistungsbereitschaft und Motivation steigt deutlich


Vorreiter einer engen Zusammenarbeit sind die Niederlande. Dort verpflichten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer sogar, ein Burnout gemeinsam nachhaltig zu aufzulösen und verifizieren nach einem Jahr, ob beide die vereinbarten Maßnahmen umgesetzt haben. Ergibt die Analyse eine erfolgreiche Zusammenarbeit, so trägt der Staat die angefallenen Kosten. Hat der Arbeitnehmer seine Pflichten vernachlässigt, so entfällt das Krankengeld, hat der Arbeitgeber seiner Pflicht nicht Genüge getan, so hat er die Kosten zu tragen. Es wärre wünschenswert, auch in Deutschland eine solche Zusammenarbeit zu forcieren.

Grundsätzlich sollte die Burnout Prävention nicht allein dann zum Einsatz kommen, wenn es zu einem Burnout gekommen ist, sondern bereits im Vorfeld als Vorbeugende Maßnahme, denn Burnout ist vermeidbar. Wenn sich Unternehmer die Frage stellen, ob Burnout-Prophylaxe sinnvoll ist, sollten sie folgende Parameter prüfen: Liegt der Krankenstand oder die Ausfallzeit von Mitarbeitern über einen längeren Zeitraum über 10%? Dann sollten Sie Ihr Personalmanagement unbedingt auf Burnout-Risiken analysieren.

Was ist zu tun?
 
Schritt 1:
Das Mitarbeiterbild in Ihrem Unternehmen sollte positiv belegt sein
Gerade heute sind Ihre Mitarbeiter die wichtigste Ressource im Unternehmen. Der Wandel hin zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft schöpft mehr denn je das Wissen, die Fähigkeiten, das Know-How und die Erfahrungen der Mitarbeiter ab und sollte sich unbedingt im Mitarbeiterbild des Unternehmens und seiner Führungskräfte verankern und widerspiegeln. Die Vorstellung, dass ein Mitarbeiter "arbeiten und funktionieren muss" hat systemzerstörerische Tendenzen und sollte unbedingt hinterfragt und umgewandelt werden in ein neues Bild: "Mitarbeiter sind das wichtiges Gut im Unternehmen". Dieser "Paradigmshift" führt zu einem völlig neuen Umgang mit dem Mitarbeiter. Hier steht Wertschätzung, Achtung und Respekt im Vordergrund, nicht die bedingungslose Abschöpfung von Kraft und Energie, was den Boden für ein Burnout bereiten kann.
 
Schritt 2:
Die Anwendung der "3-F" durch Ihre Führungskräfte
Das Unternehmensleitbild sollte Führungskräfte dazu anleiten, Ihren Führungsstil nach diesem Prinzip vorzuleben:
 
* Fordern – durch zielorientiertes Delegieren
* Fördern – durch individuelles Coaching und Weiterbildung
* Feedback – durch regelmäßige Mitarbeitergespräche, durch Lob, Kritik und Anerkennung
 
Dadurch versteht sich der Mitarbeiter selbst nicht mehr nur als "Befehlsempfänger", sonderen er wird zum "Unternehmer im Unternehmen".
 
Schritt 3:
Anpassung der Personalplannung zur Vermeidung personeller Engpässe
Unvorhergesehenes geschieht immer wieder... Sei es ein heftiger Wintereinbruch, durch den etliche Mitarbeiter zu spät kommen, plötzliche Krankheit, Urlaub oder gar Kündigung der Mitarbeiter. So etwas sprengt die Standardplanung und erhöht Druck und Arbeitsbelastung der verbleibenden Mitarbeiter. Einen deutlichen Vorteil hat ein Unternehmen durch:
 
* die Etablierung von Notfallprogrammen/ Ersatz-Einsatzplanung
* die Analyse von Arbeitsprozessen und Prioritäten im Krankheitsfall
* den Einsatz von Aushilfs- oder Zeitarbeitskräften im Urlaubsfall
* den Einsatz von Leiharbeitskräften im Kündigungsfall
* die vorausschauende Personalpolitik

Schritt 4:
Mitarbeitereinbindung und Forced Empowerment
Je größer die Identifikation mit dem eigenen Unternehmen, desto enger ist die Mitarbeiterbindung. Arbeit wird als richtig und sinnvoll empfunden, die Motivation ist höher, die Arbeit wird zielorientierter verrichtet, wenn der Unternehmenskurs klar ist. Zur Förderung dieser Identifikation dienen:
 
* die Möglichkeit zur Mitsprache und Entscheidungsfindung
* der allgemeine Informationsaustausch
* die Transparenz bei Veränderungsprozessen
* die achtsame Wahrnehmung und Handhabung von Mitarbeiteranliegen
* die sukkzessive Übertragung von mehr Verantwortung bis hin zur Eigenverantwortung

Schritt 5:
Die Ursachen von Arbeitsdruck und Stress erkennen und ernst nehmen
Menschen mit Burnout - gleich, welcher Hierarchieeben angehörend - sind im wahrsten Sinne "innerlich ausgebrannt". Oft leiden sie - über einen sehr langen Zeitraum hinweg - unter konstantem Leistungsdruck und Angstzuständen bis hin zu Panikattacken. Diese Art Existenzangst erlaubt es ihnen nicht, sich zu erholen oder in der Freizeit abzuschalten, um "wieder-aufzutanken". Die beste Strategie zur Abwendung solcher Zustände in einem Unternehmen ist, zu prüfen:
 
* ob die gegebenen Vorgaben die Mitarbeiter überfordern
* ob die Arbeitszeiten eine ausgeglichene Work-Life-Balance zulassen
* ob innerhalb des Unternehmens Stress verursacht wird und wo die Ursachen liegen
* ob innerhalb der hierarchischen Strukturen von oben nach unten der Arbeitsdruck erhöht wird
* ob durch permanente Veränderungen von Abläufen, Änderungen von Vorgaben, Zeitplänen oder
  Absprachen Unsicherheit erzeugt wird
* ob Ablauforganisation und Teamkooperation - auch abteilungsübergreifend - efektiv sind
* ob und wo vermehrt Klagen über Dauerbelastung auftreten

Schritt 6:
Maßnahmen zur Gegensteuerung implementiern
Unternehmen steht ein breites Spektrum an Mögllichkeiten zur Verfügung, die ihre Ergänzung durch den Einsatz externer Burnout-Prophylaxe-Berater finden. Betriebliche Maßnahmen gegen Stress können sein:
 
* gezielte Personalentwicklung in Verbindung mit Gesundheitsförderung
* Mitarbeiter-Weiterbildung zur Stärkung sozialer und personeller Kompetenz sowie Zeitmanagement,
  Entspannungstechniken, Einstellungsänderungen
* Arbeitsabläufe optimieren, Zeit-"spiel"-räume einkalkulieren, Arbeitsintensität verringern,
  Arbeitsunterbrechungen beseitigen, regelmäßige Pausen, klare   Arbeitsanweisungen, klare
  Tätigkeitsbeschreibungen und Kompetenzdefinitionen, Begrenzung von Überstunden, selbstbestimmte
  Zeitkontingente,   familienfreundliche Gleitzeit
* Arbeitsumgebung gesundheitsgerecht gestalten, Maßnahmen zur Lärmminderung, gute Beleuchtung, gutes
  Raumklima und Behaglichkeit, helle Arbeitsumgebung
* Qualität der Arbeit steigern, Handlungsspielräume erweitern, Entscheidungsmöglichkeiten schaffen,
  interessante und abwechslungsreiche Arbeit, Mischung von verschiedenen Beanspruchungen
  (Konzentration, Kreativität, Routine)
* Betriebsklima pflegen, Kommunikation, Kooperation und Informationsfluss verbessern, Rückmeldungen durch
  Vorgesetzte, durchschaubare Strukturen schaffen, Konflikte aktiv angehen
* Qualifizierung der Beschäftigten, gezielte Einweisung und Ausbildung, Einsatz der Beschäftigten
  entsprechend ihrer Qualifikation, Weiterentwicklung, regelmäßige Unterrichtung zum Gesundheitsschutz,
  Angebote für Zeit- und Selbstmanagement
* Führungskräfte qualifizieren und einbinden
 
Den Führungskräften im Unternehmen kommt eine besondere Rolle zu, denn sie sind gefragt, für angenehme Arbeitsbedingungen und Motivation beim Personal zu sorgen. Denn steigende Anforderungen und wachsende Arbeitsintensität bei sinkender Personalstärke müssen bewältigt werden. Somit benötigen sie Wissen zu Stress und Stressvermeidung und den Regeln humaner Arbeitsgestaltung.
 
Veränderung ist einfach aber nicht leicht. Veränderung ist etwas sehr Gutes. Zur Veränderung bedarf es nur einer Entscheidung - mehr nicht.

Ganz in diesem Sinne bietet K-ICT eine breite Palette an Workshops, Seminaren, Vorträgen und individueller Coachings. Auc
h hier gilt: „Eine Krise ist eine Chance“.


Seminarservice und Anmeldung:
täglich 10°°Uhr bis 12°°Uhr und 14°°Uhr bis 17°°Uhr
Telefon: 0228 93493 110
Telefax: 0228 93493 112

Email: info@k-ict.de

Vielen Dank für Ihr Interesse an K-ICT Krämer-International Consulting & Training.


   

Burnout Quellen und Links

Quellen:

Guorui, J.: Qigong Yangsheng, Fischer, Frankfurt, 1996
Hohagen, F. & Nesseler, T.: Wenn Geist und Seele streiken, Südwest Verlag München, 2006
Hühn, S.: Die Heilung des inneren Kindes, Schirner, Darmstadt, 2008
Johnstone, M.: Mein schwarzer Hund, Kunstmann, München, 2008
Johnstone, M. & Johnstone A.: Mit dem schwarzen Hund leben, Kunstmann, München, 2009
Kabat-Zinn, J.: Im Alltag Ruhe finden, Knaur Taschenbuch, München, 2010
Kabat-Zinn, J.: Gesund durch Meditation, Barth Verlag, 1994
Klingelhöfer, J.: Klinikleitfaden Neurologie und Psychiatrie. Urban & Fischer bei Elsevier, München, 2009
Lehrhaupt, L.M.: Stille in Bewegung, Theseus Verlag, Stuttgart, 2001
Lehrhaupt, L.M. & Meibert, P.: Stress bewältigen mit Achtsamkeit, Kösel Verlag, München, 2010
Moegling, K. & Moegling, B.: Thai Chi Chuan für Einsteiger, Goldmann, München, 2000
Möller, H.J. & Laux, G. & Deister, A.: Psychiatrie und Psychotherapie, Thieme Verlag, 2009
Noll, A.: Stresskrankheiten. Vorbeugen und behandeln mit chinesischer Medizin. Urban & Fischer, München, 2006
Pauli-Pott, U.: Basiswissen Psychiatrie und Psychotherapie. Springer, Heidelberg, 2007
Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. De Gruyter, Berlin, 2008
Tolle, E.: Jetzt! Die Kraft er Gegenwart, Kamphausen, Bielefeld, 2000
Wilker, J.: Das Einmaleins der Achtsamkeit, Herder, Freiburg, 2011

Hilfreiche Links:

http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de
http://www.mbsr-verband.org
http://www.institut-fuer-achtsamkeit.de
http://www.hilfe-bei-burnout.de/austausch/selbsthilfegruppen
http://www.hilfe-bei-burnout.de/austausch/vereine-verbande
http://www.hilfe-bei-burnout.de/burnout-arzte-therapeuten
http://www.hilfe-bei-burnout.de/burnout-test-kurz
http://www.gezeitenhaus.de/html/burnout-bonn.html
 
Burnout ist keine Katastrophe, nur ein neuer Anfang!

Es bleibt dabei: „Eine Krise ist eine Chance“.